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Weitere Artikel hierzu California gegen die akademische Freiheitvon Daniel Pipes http://de.danielpipes.org/1850/california-gegen-die-akademische-freiheit Englischer Originaltext: California [University Press] vs. Academic Freedom Kritiker des globalen akademischen Marsches in die Linke tendieren zur Konzentration auf Kapriolen in den Vorlesungssälen, dümmliche Stellungnahmen in der Presse, Artikel mit unverständlichen Titeln und den Bemühungen Studenten zu bestrafen, die die Frechheit besitzen, nicht mit ihren radikalen Professoren überein zu stimmen. Aber Bücher sind wichtiger als all das. Bücher stellen das Herz der wissenschaftlichen Unternehmung dar. Artikel verschwinden, Medienanalysen lösen sich in Nichts auf und Vorlesungen blubbern dahin; Bücher bleiben. Sie bauen das Gebäude des Wissens und haben das Potenzial, über Generationen hinweg Einfluss zu gewinnen. Welche Art von Büchern wird also von den heutigen Top-Gelehrten geschrieben? Um eine repräsentative Auswahl zu bekommen, warf ich einen Blick auf den Frühjahrs-Katalog 2004 eines der größten und prestigeträchtigsten Universitäts-Verlags der Vereinigten Staaten, der University of California Press. Der Katalog ist eine gewichtige Sache, 116 Seiten stark, prächtig gestaltet, der mit farbigen Illustrationen und einem auffälligen Einband prahlt. Die Bücher, die von California herausgegeben werden, lassen allerdings viel zu wünschen übrig. Ja, es gibt unpolitische Untersuchungen von der Evolution von Säugetieren und Mark Twains späten Jahren, aber ein uniformer linker Ton der Feindseligkeit gegenüber Establishment-Institutionen und eine eifrige Akzeptanz des radikalen Randes sind für die Liste charakteristisch. Die erste Kategorie beinhaltet viele Angriffe auf die US-Regierung (alle folgenden Zitate sind aus dem Katalog und seinem Klappentext entnommen):
Andere Antiregierungs-Bücher offenbaren die Three-Mile-Island-Atomkrise" von 1979 (das war lediglich ein teilweises Schmelzen) und den behaupteten Angriff der ersten Bush-Administration auf die verfassungsmäßigen Freiheiten der amerikanischen Medien". Der Wirtschaftsbereich bekommt durch ein ergreifendes Exposé" sein Fett weg, das behauptet, dass die von der pharmazeutischen Industrie betriebene systematische Überteuerung die Arzneikosten so unnötig hoch" macht. Die katholische Kirche wird in zwei Studien malträtiert, von denen eine die römische Kurie verunglimpft, die andere jesuitische und Nazi-Kunst vergleicht. Und welcher akademische Verlag mit Selbstachtung könnte eine Saison ohne ein Buch auskommen, das, im Licht feministischer, schwuler und transsexueller Kritik" die spießigen, alten Annahmen zum männlichen und weiblichen Geschlecht herausfordert? Positive Studien dagegen feiern linke und aufständische Institutionen:
Eine Unterkategorie von California Books ehrt linke Kultur, so den Schläger-Dichter Allen Ginsberg, linke Drucker im New York der 1930-er Jahre und Ant Farm (Ameisen-Farm), ein radikales Architeckten-Kollektiv". Eine weitere Unterkategorie bejubelt linke Politiker, US-Gewerkschaften, eine amerikanische Konsumenten-Revolte und die Gründer der tibetanischen Kommunistischen Partei. So intensiv ich mir die Californias 140 Titel der Frühjahrs-Liste auch ansah, ich konnte kein einziges konservatives Buch finden. Und dasselbe Muster gilt für andere wichtige akademische Verlage, wenn auch nicht immer so eindeutig. Dieser Fund an Weisheit nur in einem Teil des politischen Spektrums und die Veröffentlichung seiner Ansichten hat entscheidende Folgen: Es betrügt das Konzept der akademischen Freiheit – ein Konzept, das davon ausgeht, dass keine Sichtweise ein Monopol auf die Wahrheit hat, sondern dass Wahrheit aus der Diskussion entsteht. Um die akademische Freiheit wieder einzuführen, muss eine Neubewertung der Prinzipien statt finden, etwas, das am effektivsten durch die weit verbreitete Übernahme der Akademischen Bill of Rights" getan werden kann – diese Initiative von David Horowitz hat bereits 130 US-Campusse erreicht, ebenso acht staatliche Gesetzgeber. (Ihren Text und einiges an Berichterstattung in der Presse kann unter http://www.studentsforacademicfreedom.org eingesehen werden.) Alle, die daran interessiert sind amerikanischen Universitäten zu helfen, einschließlich ihrer Druckereien, die Balance wieder zu gewinnen, sollten diese wichtige Initiative aktiv unterstützen. Verwandte Themen: US-Politik abonnement der kostenlosen wöchentlichen e-mailliste (auf deutsch) von daniel pipes Dieser Text darf weitergeleitet oder auf anderen Seiten gepostet werden, so lange dies in seiner Gesamtheit und mit der vollständigen Information zu seinem Autor, Veröffentlichungsdatum und -ort sowie der Original-URL geschieht. |
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Alle Texte dieser Seite ©1980-2012 Daniel Pipes. Deutsche Übersetzungen durch H. Eiteneier. |
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