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Weitere Artikel hierzu Obama, Israel und die amerikanischen Juden: Die Herausforderungvon Daniel Pipes http://de.danielpipes.org/8463/obama-israel-amerikanischen-juden Englischer Originaltext: Obama, Israel & American Jews: The Challenge
Der erste Streit begann im Mai 2009, als Außenministerin Hillary Clinton ein Ende der israelischen Bautätigkeiten in der Westbank und Jerusalem forderte. Vier Monate darauf, nachdem sie herausfanden, dass diese Politik die von ihnen so innig verfolgte israelisch-palästinensische Diplomatie behinderte, machten die Genies einen Rückzieher und kehrte zur gewohnten Politik der Demokratischen Partei zurück, die gute Beziehungen zu Jerusalem bedeutete. Im März 2010 brachen dann Vizepräsident Joe Biden, Clinton und Obama denselben Streit mit Israel noch einmal vom Zaun, jetzt ausdrücklich wegen Jerusalem. Diesmal brauchte die Administration nur sechs Wochen, um einen Rückzieher von ihrer Dummheit zum machen, wie die Rede von James Jones am Washington Institute und Elie Wiesels Mittagessen im Weißen Haus signalisierten. Trotz dieser taktischen Rückzüge bleibt die Politik der "Linkage", der Glaube, dass das Wohlergehen des Nahen Ostens in erster Linie von einer israelisch-palästinensischen Vereinbarung abhängt, weiter in Kraft und wird die Beziehungen der USA und Israel mindestens die nächsten zweieinhalb Jahre der Präsidentschaft Obamas weiter belasten. In dieser schweren Zeit trösten mich drei Fakten. Erstens nehmen die Israelis mehr Risiken für Frieden auf sich und bieten mehr "schmerzliche Zugeständnisse" an (heißt: sie machen mehr nicht rückgängig zu machende Fehler), wenn die Verbindungen zwischen den USA und Israel warm und stark sind. Im Gegensatz dazu machen gespannte Beziehungen zwischen den USA und Israel solche schlechten Entscheidungen weniger wahrscheinlich. Das ist ein Silberstreif am Horizont der Fehltritte Obamas. Ein weiterer Silberstreif liegt in dem anscheinend permanenten Schaden, den diese Kämpfe Obama zugefügt haben, der in den Augen vieler zionistischen Amerikaner als Israel unzureichend unterstützend gilt. Drittens finden Obamas Kämpfe mit Israel zu einem Zeitpunkt besonders starker amerikanischer Unterstützung für Israel statt; eine kürzlich durchgeführte Umfrage z.B. zeigt einen Vorrang Israels von 10 zu 1 gegenüber den Palästinensern. Zählt man das tiefe Gefüge der religiösen, familiären, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen den USA und Israel hinzu – wie es das gerade unterzeichnete bilaterale Open Skies-Abkommen symbolisiert – dann scheint es so, als könnte ein Präsident, insbesondere einer, der in den Umfragen abgestürzt ist und sich wegen der anstehenden "Midterm"-Wahlen größte Sorgen macht, nicht allzu weit gehen, die große Masse der pro-israelischen Wähler gegen sich aufzubringen. Daher mache ich mir Sorgen, aber nicht allzu sehr. Der Titel und die Fragen in diesem Symposium konzentrieren sich auf die amerikanischen Juden. Aber die arabisch-israelische Debatte in den Vereinigten Staaten hat sich dahin gehend gewandelt, dass "Juden" nicht länger das aktiv pro-israelische Lager beschreibt. Während jüdische Verleumder Israels immer stärker hervortreten und sich organisieren (denken Sie an J Street), machen leidenschaftliche, pro-israelische Nichtjuden (denken Sie an Christians United vor Israel) das auch. Daher schlage ich vor, die Diskussion umzuformulieren und "Juden" durch "Zionisten" zu ersetzen. Verwandte Themen: Arabisch-israelische Konflikt und Diplomatie abonnement der kostenlosen wöchentlichen e-mailliste (auf deutsch) von daniel pipes Dieser Text darf weitergeleitet oder auf anderen Seiten gepostet werden, so lange dies in seiner Gesamtheit und mit der vollständigen Information zu seinem Autor, Veröffentlichungsdatum und -ort sowie der Original-URL geschieht. |
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Alle Texte dieser Seite ©1980-2012 Daniel Pipes. Deutsche Übersetzungen durch H. Eiteneier. |
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