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Weitere Artikel hierzu Mohammed Ali gegen George W. Bushvon Daniel Pipes http://de.danielpipes.org/3160/mohammed-ali-gegen-george-w-bush Englischer Originaltext: Muhammad Ali v. George W. Bush George W. Bush ehrte am 9. November im Weißen Haus den Boxer Mohammed Ali und dreizehn weitere Personen mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten, die die höchste zivile Auszeichnung der Nation" genannt wird. Der Präsident pries Ali wegen seiner sportlichen Erfolge und nannten ihn den Größten aller Zeiten". Schön und gut – aber dann fuhr er mit Lob des Charakters Alis fort: Das wahr Mysterium, glaube ich, ist, wie er so gut aussehend blieb. Das hat vermutlich mit seiner schönen Seele zu tun. Er war ein wilder Kämpfer und er ist ein Mann des Friedens... In der ganzen Welt wissen Milliarden Menschen, das Mohammed Ali ein mutiger, mitfühlender und charmanter Mann ist und die Amerikaner sind stolz Mohammed Ali einen der unseren zu nennen." In dieser Schwindel erregenden Stellungnahme erwähnte Bush nicht, wie die Washington Post bissig anmerkte, Alis sehr öffentliche Gegnerschaft zum Vietnamkrieg, die dazu führte, dass der Preisboxer für drei Jahre seine Boxlizenz verlor, als er den Militärdienst verweigerte." Schlimmer noch: Seine Weigerung zu kämpfen kam nicht, weil er ein Mann des Friedens" war, sondern weil seine Loyalität einer schrillen antiamerikanischen, antiweißen Organisation galt, die als Nation of Islam" bekannt ist und vom unheilvollen Elijah Muhammad geführt wird. Vor vierzig Jahren erklärte Ali, weshalb er die Wehrpflicht umging: Krieg ist gegen die Lehren des Heiligen Koran. Ich versuche nicht, der Wehrpflicht auszuweichen. Wir sollen an keinen Kriegen teilnehmen, außer sie werden von Allah oder dem Botschafter [d.h. Elijah Muhammad] erklärt. Wir nehmen nicht an christlichen Kriegen teil oder an Kriegen irgendeines anderen Ungläubigen." Einer, der sich dem Wehrdienst entzieht, ist, nebenbei gesagt, besonders wenig geeignet die Freiheitsmedaille zu erhalten, die 1945 geschaffen worden war, um besonderen Dienst" im Zweiten Weltkrieg anzuerkennen. Der Präsident berührte Alis religiöse Seite ebenfalls nicht, aber Mark Kram tat es in seinem Buch von 2001, Ghosts of Manila: The Fateful Blood Feud between Muhammad Ali and Joe Frazier" (Die Geister von Manila: Die schicksalhafte Blut-Fehde zwischen Mohammed Ali und Joe Frazier): Ali brach jede Lehre des wirklichen muslimischen Gesetzes, von der Hurerei bis zum Schwänzen des Tempeldienstes; er war eine religiöse Fälschung, der seinen persönlichen Wert den Black Muslims wegen ihrer Zweckdienlichkeit und der Wehrdienst-Vermeidung abtrat und daher von Kopf bis Fuß eine Fälschung ist.
(Ali war auch für diesen Preis spektakulär ungeeignet. Malcolm X hatte bis 1964 als sein Vorbild gedient, aber als Elijah Muhammad Malcolm X aus der Nation of Islam hinaus warf, ignorierte Ali dessen Flehen und wandte sich heftigst gegen ihn. Um es mit den Worten des Journalisten Sunni Khalid zu sagen: Er warf Malcolm X weg wie ein Schweinekotelett".) Bushs Lob für Alis Mitgefühl, seinen Charme und seine schöne Seele sind furchtbar unangebracht (genauso wie große Spenden von General Electric und Ford für das hagiographische Ali Center", das nur Tage später in Louisville in Kentucky eröffnet wurde). Alis ungeschminktes Erbe sind eine ausbeuterische Persönlichkeit, schmutzige Karriere, boshafte politische Einstellung und extremistische Religion. Bush selbst erlebte während ihres kurzen Treffens im Weißen Haus einen unerwarteten Moment des wirklichen Ali. Ich lasse die Washington Post den Vorfall beschreiben:
Mit der Verleihung der Freiheitsmedaille des Präsidenten an Mohammed Ali feierte man einen Mann, der Bushs eigenen Prinzipien, denen seiner Partei und denen seines Landes zutiefst entgegen steht. Sie stellt, so schlage ich vor, den Tiefpunkt seiner Präsidentschaft dar. Verwandte Themen: Muslime in den USA, US-Politik abonnement der kostenlosen wöchentlichen e-mailliste (auf deutsch) von daniel pipes Dieser Text darf weitergeleitet oder auf anderen Seiten gepostet werden, so lange dies in seiner Gesamtheit und mit der vollständigen Information zu seinem Autor, Veröffentlichungsdatum und -ort sowie der Original-URL geschieht. |
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Alle Texte dieser Seite ©1980-2012 Daniel Pipes. Deutsche Übersetzungen durch H. Eiteneier. |
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