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Weitere Artikel hierzu Das System arbeitete in Detroit "wirklich sehr, sehr problemlos"?von Daniel Pipes http://de.danielpipes.org/7862/detroit-terrorbekaempfung-napolitano Englischer Originaltext: The System "Worked Really Very, Very Smoothly" in Detroit? Der Beinahe-Erfolg des Umar Faruk Abdulmutallab (23) beim Zünden von Sprengstoff am Weihnachtstag sollte der amerikanischen Öffentlichkeit die Augen über den traurigen Zustand der Terrorbekämpfung acht Jahre nach 9/11 öffnen.
Die folgenden Ermittlungen ergaben, dass der Anschlag von Al-Qaida-Führern im Jemen organisiert und lanciert wurde, die 80 Gramm PETN (Pentaerythritol) in Abdulmutallabs Unterwäsche einnähen ließen. Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass nur eine zufällige Fehlfunktion dafür sorgte, dass der Sprengstoff das Northwest-Flugzeug nicht vom Himmel holte. Umar Faruks Vater, Umaru Abdulmutallab, ehemaliger Vorsitzender der First Bank of Nigeria und einer der prominentesten Geschäftsleute seines Landes, ging vor kurzem zur US-Botschaft in Abuja, um wegen der "Radikalisierung und Verbindungen" seines Sohnes zu warnen, was das amerikanische Beamtentum dazu veranlasste, den Sohn auf eine Terror-Beobachtungsliste von etwa 550.000 Namen zu setzen – die Terrorist Screening Data Base.
Trotz dieses vielfältigen Versagens behaupteteMinisterin für Heimatschutz Janet Napolitano erstaunlicherweise, dass das System in Detroit "wirklich sehr, sehr problemlos funktionierte". Diese institutionelle Kurzsichtigkeit verstärkt meine Sorgen bezüglich der US-Gesetzeshüter. Natürlich hätte Abdulmutallab, hätte das System funktioniert, niemals das Flugzeug betreten, geschweige denn einen Sprengsatz gezündet. Im Blick nach vorn hat die Transportation Security Administration eine Notfall-Anordnung ausgegeben, die von USA-Reisenden verlangt sich am Gate einer sich auf die oberen Beine konzentrierenden "gründlichen Abtastung" und einer sekundären Inspizierung des Handgepäcks unterziehen zu müssen. Während der letzten Stunde aller US-Flüge müssen die Passagiere sitzen bleiben, dürfen nicht an ihr Handgepäck und dürfen keine persönlichen Gegenstände auf dem Schoß haben. Weitere Wonnen könnten folgen, berichtet die New York Times: "Übersee-Passagiere werden darauf beschränkt, nur noch ein Handgepäckstück mit ins Flugzeug zu nehmen ... Auf einem Flug vom Newark Airport (New York) ließen die Flugbegleiter das Kabinenlicht auf dem gesamten Flug an, statt es für Start und Landung abzudunkeln... Faktisch bedeuten die Einschränkungen, dass Passiere auf Flügen von bis zu 90 Minuten mit aller Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage sein werden, ihre Sitze überhaupt einmal zu verlassen." So fragt Phyllis Chesler traurig: "Werden wir alle einer Überprüfung unserer Unterwäsche unterworfen werden, bevor wir unsere Flüge antreten? Wenn, dann wird Al-Qaida bald Sprengstoffe in Körperöffnungen verbergen. Werden wir dann alle auch dort überprüft?" Mit anderen Worten: Weil die US-Sicherheitsbehörden es ablehnen vernünftige Vorkehrungen zu treffen, mit denen sie ihre Ressourcen auf den kleinen Pool der Verdächtigen zu konzentrieren – nämlich Muslime, die rund ein Prozent der Bevölkerung ausmachen – müssen Hunderte Millionen Passagiere die Last der Zusatzkosten, die Unannehmlichkeiten und den Verlust der Intimsphäre ertragen. Der Vorfall von Detroit macht mehrere Grundsätze hinfällig, die ich im Verlauf der letzten Jahre verfeinerte:
Der Northwest-Vorfall bringt mich zu 9/11 zurück; damals schrieb ich eine bittere Analyse darüber, dass die US-Regierung "in ihrer allerwichtigsten Pflicht, amerikanische Staatsbürger vor Schaden zu bewahren, schlimm versagt hat".Dieses Versagen geht weiter. Eine wie große Katastrophe muss eintreten, um eine ernsthafte Vorgehensweise bei der Terrorbekämpfung anzuregen? Verwandte Themen: Terrorismus, Terrorismusbekämpfung abonnement der kostenlosen wöchentlichen e-mailliste (auf deutsch) von daniel pipes Dieser Text darf weitergeleitet oder auf anderen Seiten gepostet werden, so lange dies in seiner Gesamtheit und mit der vollständigen Information zu seinem Autor, Veröffentlichungsdatum und -ort sowie der Original-URL geschieht. |
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Alle Texte dieser Seite ©1980-2012 Daniel Pipes. Deutsche Übersetzungen durch H. Eiteneier. |
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