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Weitere Artikel hierzu Der erzwungene Abzug von Israelis aus dem Gazastreifen – ohne Beispiel?von Daniel Pipes http://de.danielpipes.org/2535/der-erzwungene-abzug-von-israelis-aus-dem Englischer Originaltext: The Forcible Removal of Israelis from Gaza Meine Kolumne von letzter Woche, Ariel Sharons Torheit, sprach von der Wahrscheinlichkeit, dass mehr als 8.000 im Gazastreifen lebende Israelis bald durch ihre Regierung von dort weggebracht werden, notfalls mit Gewalt. Ich nannte diesen Schritt historisch beispiellos und forderte die Leser heraus eine andere Demokratie zu finden, die gewaltsam tausende ihrer eigenen Bürger aus ihren rechtmäßigen Häusern entfernt hat". Es war nicht verwunderlich, dass Leser die Herausforderung annahmen; das geschah, indem sie Kommentare posteten (so hier, hier, hier und hier) und mir E-Mails schickten. Ihre Antworten fallen hauptsächlich in drei Kategorien:
Ich sehe nicht, dass eine dieser Kategorien mit dem vorliegenden Fall vergleichbar ist. So sagt ein Kommentator, dass eminent domain ALLE Bürger trifft, ohne Ansehen ihrer Hautfarbe, Nationalität oder Glaubens, die in dem Gebiet leben oder Besitz haben, das für die öffentliche Entwicklung genutzt wird... Nichts davon soll im Gazastreifen geschehen. Statt dessen werden AUSSCHLIESSLICH JÜDISCHE Einwohner gewaltsam entfernt." Ein weiterer Leser schließt: Es gibt keinerlei konzeptuelle Gleichartigkeit zwischen dem, was eminent domain' seinem Grundkonzept der Entwicklung' und des Nutzens' nach bedeutet und dem, was Sharon plant." Das trifft die Sache präzise. Was die Internierung der Japaner angeht, betraf das die zeitlich begrenzte Umsiedlung von Bürgern, keinen permanenten Umzug oder einen Abbruch ihrer Häuser. Auch hier gibt es wieder keine Vergleichbarkeit zu dem, was Sharon tut. Ethnische Säuberungen können kaum mit der Lage in Gaza verglichen werden, wenn auch nur deshalb, weil die Regierung und die geräumten Bürger gleicher Ethnik sind und israelische Staatsbürger ins Kernland zurückgeholt werden, statt dass man sie hinaus wirft. Zwei weitere Vorschläge sind bemerkenswert. General Charles de Gaulle, gewählt unter dem Slogan Algerie française, begann unmittelbar nach seiner Wahl mit dem Rückzug der französischen Truppen, womit er die Grundlage der algerischen Unabhängigkeit legte." Dies könnte als sehr nahe liegender Präzedenzfall zählen, hätte de Gaulle von den französischen Bürgern verlangt Algerien zu verlassen, aber er tat das nicht. Tatsächlich rechnete die französische Regierung nicht mit dem Exodus von fast einer Million pieds noirs und Juden innerhalb weniger Monate des Jahres 1962.
De Gaulle ließ die französischen Bürger in Algerien ihre Zukunft selbst entscheiden – ob sie bleiben oder gehen wollten; dies ist zufälligerweise eine Politik, die ich der israelischen Führung bezüglich der Israelis im Gazastreifen empfohlen habe. Die beste der vorgeschlagenen Analogien war die Zerstörung von Africville in Nova Scotia. Die Behörden ließen 1965 diese älteste und größte Schwarzen-Siedlung Kanadas von Bulldozern platt machen, allerdings als Maßnahme der Beseitigung eines Slums, nicht der Umsiedlung. Die Betrachtung dieser Antworten auf meine Herausforderung bestätigt mich in meiner Sicht, dass die israelischen Behörden dabei sind, mit ihren Bürgern im Gazastreifen etwas zu tun, das historisch ohne Beispiel ist. Verwandte Themen: Arabisch-israelische Konflikt und Diplomatie, Israel abonnement der kostenlosen wöchentlichen e-mailliste (auf deutsch) von daniel pipes Dieser Text darf weitergeleitet oder auf anderen Seiten gepostet werden, so lange dies in seiner Gesamtheit und mit der vollständigen Information zu seinem Autor, Veröffentlichungsdatum und -ort sowie der Original-URL geschieht. |
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Alle Texte dieser Seite ©1980-2012 Daniel Pipes. Deutsche Übersetzungen durch H. Eiteneier. |
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