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Weitere Artikel hierzu Washington begreift endlich den radikalen Islamvon Daniel Pipes http://de.danielpipes.org/2561/washington-begreift-endlich-den-radikalen Englischer Originaltext: Washington Finally Gets It on Radical Islam Glaubt die Regierung Bush wirklich, wie ihre Führung seit dem 11.9.2001 ständig wiederholt hat, dass der Islam eine Religion des Friedens" ist, ohne Verbindung zum Problem des Terrorismus? Es gibt reichlich Hinweise darauf, dass sie es besser wusste, aber Jahr um Jahr blieb die offizielle Linie dieselbe. Von außen betrachtet schien es so, als betreibe die Bürokratie Selbsttäuschung. Tatsächlich lagen die Dinge aber besser als sie schienen, wie David E. Kaplan in einer wichtigen Untersuchung im U.S. News & World Report" feststellt; dazu stützt er sich auf mehr als 100 Interview und die Auswertung eines Dutzend interner Dokumente. Frühere Streitereien über die Natur des Feindes – Terrorismus statt radikaler Islam – sind gelöst worden: Amerikas höchste Beamte stimmen weit gehend darin überein, dass der größte ideologische Feind des Landes eine hoch politisierte Form des radikalen Islam ist und dass Washington und seine Verbündeten es sich nicht leisten können daneben zu stehen", während er weiter an Stärke gewinnt. Um diese Ideologie zu bekämpfen vertritt die US-Regierung jetzt eine nicht radikale Interpretation des Islam. Im heute erschienenen Hearts, Minds, and Dollars: In an Unseen Front in the War on Terrorism, America is Spending Millions to Change the Very Face of Islam" (Herzen, Gemüter und Dollars: An einer unsichtbaren Front im Krieg gegen den Terrorismus gibt Amerika Millionen aus, um das wahre Gesicht des Islam zu ändern) erklärt Kaplan, dass Washington ihn als Sicherheitsproblem nicht nur innerhalb der muslimischen Welt, sondern innerhalb des Islam begreift. Washington hat sich auf die Wurzeln des Terrorismus konzentriert – nicht Armut oder US-Außenpolitik, sondern eine umfassende politische Ideologie. Ein Schlüsseldokument dabei, das zu erreichen, war die National Strategy for Combating Terrorism" (Nationale Strategie zur Bekämpfung des Terrorismus), die vom Weißen Haus im Februar 2003 veröffentlicht wurde und die als Basis für die ambitionierteren, detaillierteren Muslim World Outreach" dient, der Mitte 2004 vervollständigt wurde und jetzt der führende Leitfaden ist. (Eine Diskussion der Regierung zu diesem Thema vom August 2004 ist online verfügbar.) Die US-Regierung als säkulare und vorwiegend nicht muslimische Institution sieht sich vielen Begrenztheiten in dem gegenüber, was grundsätzlich eine religiöser Disput ist; daher wendet sie ich muslimischen Organisationen zu, die ihre Ziele teilt, darunter Regierungen, Stiftungen und gemeinnützige Gruppen. Die Taktiken zur Bekämpfung des radikalen Islam und das Werben für den moderaten Islam variieren von einem Ministerium zum anderen: Seine verdeckten Operationen bei der CIA, psychologische Kriegsführung im Pentagon und öffentliche Diplomatie im Außenministerium. Was immer Name und Ansatz sind, das gemeinsame Element besteht darin, zur sanften Weiterentwicklung des Islam zu ermutigen. Um das zu erreichen, so schreibt Kaplan, hat die US-Regierung sich auf eine Kampagne der politischen Kriegsführung begeben, die seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges Ihresgleichen sucht". Das Ziel ist
In mindestens zwei Dutzend Ländern, schreibt Kaplan
Insgesamt sind einige Teile der US-Regierung in den mindestens 24 Ländern in diesen islamischen Aktivitäten aktiv. Zu den Projekten gehört
Madrassas – islamische Schulen – sind von besonderem Interesse, denn diese bilden die nächste Generation von Jihadis und Terroristen aus. Washington wendet mehrere Taktiken an, um ihrem Einfluss entgegenzuwirken:
Kaplan zitiert einen amerikanischen Terror-Analysten: Wir sind im Madrassa-Geschäft." Aber nicht jede Hilfe hat einen ausdrücklich Islamischen Inhalt. Amerikanisches Geld finanziert zum Teil eine Satelliten-Version der Sesamstraße auf Arabisch, die die Notwendigkeit religiöser Toleranz betont. Das Budget der U.S. Agency for International Development (USAID) ist fast verdreifacht worden, auf mehr als 21 Milliarden Dollar; davon geht mehr als die Hälfte in die muslimische Welt. Zusätzlich zu den bekannten wirtschaftlichen Entwicklungsprogrammen rücken politische Projekte mit islamischen Gruppen, so die Finanzierung von politischer Ausbildung und der Finanzierung von Medien, in den Vordergrund. Die Ausgaben der öffentlichen Diplomatie durch das Außenministerium ist seit dem 11.9. um fast die Hälfte auf beinahe 1,3 Milliarden Dollar gestiegen; weitere Erhöhungen werden erwartet. Diese Großzügigkeit hat neben anderen Programmen den arabischsprachigen Radiosender Sawa und Alhurra TV finanziert. Trotz vieler Beschwerden, sagt Kaplan, gibt es Anzeichen von Erfolg. Zu den anstehenden Plänen gehört, dass Alhurra in Europa verfügbar wird und dass die Programme auch auf das Persische und andere Schlüsselsprachen ausgedehnt werden. Kommentare: 1. Daran zu arbeiten, wie Muslime ihre Religion verstehen, wirft natürlich eine schwierige Fragen auf. Es ist eines, wenn man moderaten Muslimen helfen will, aber etwas ganz anderes, sie zu finden. Wie ich in Moderate Muslime erkennen" anmerkte, gibt es große Verwirrung darüber, wer wirklich ein moderater Muslim ist und die US-Regierung hat diesbezüglich eine furchtbare Bilanz. Ich hoffe natürlich, dass die, die die Vorgaben des Muslim World Outreach" umsetzen, sich in der notwendigen Weise informieren, um alles richtig zu machen. 2. Es besteht die Möglichkeit, dass US-Steuergelder islamische Medien, Schulen und Moscheen finanzieren und das deren Möglichkeiten aufwertet, denn den Islam zu beeinflussen und für den Islam zu werben werden leicht eins, besonders angesichts der pro-islamischen Haltungen vieler politischer Führer in den USA. (Aus diesem Grund habe ich den Bau einer Moschee im Irak und von Madrassas in Indonesien kritisiert.) Für den Islam zu werben steht dem ersten Verfassungszusatz entgegen (Der Kongress soll kein Gesetz erlassen, das die Einrichtung einer Religion ehrt") und der Verfassungsexperte Herman Schwartz schätzt die Förderung islamischer Institutionen als eventuell verfassungswidrig" ein. Das zeigt wiederum die Notwendigkeit extremer Vorsicht auf. 3. Ich begrüße den Ansatz Muslim World Outreach" von ganzem herzen; das überrascht kaum, denn er liegt meinen eigenen Empfehlungen sehr nahe. Hier Auszüge aus meine Artikel Wer ist der Feind" vom Januar 2002:
4. Es ist sehr gut, dass David Kaplan die Umrisse der Bemühungen Washingtons verfügbar gemacht hat, wie der Islam in Ordnung gebracht werden soll. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das zu groß ist, als dass die Regierung alleine daran arbeiten kann; die Wählerschaft als Ganzes muss darüber diskutieren. Verwandte Themen: Der militante Islam, Krieg gegen den Terror, US-Politik abonnement der kostenlosen wöchentlichen e-mailliste (auf deutsch) von daniel pipes Dieser Text darf weitergeleitet oder auf anderen Seiten gepostet werden, so lange dies in seiner Gesamtheit und mit der vollständigen Information zu seinem Autor, Veröffentlichungsdatum und -ort sowie der Original-URL geschieht. |
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Alle Texte dieser Seite ©1980-2012 Daniel Pipes. Deutsche Übersetzungen durch H. Eiteneier. |
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