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Weitere Konvertiten zum Terrorismus

von Daniel Pipes
FrontPageMagazine.com
7. Dezember 2005

Englischer Originaltext: More Converts to Terrorism
Übersetzung: H. Eiteneier

Meine gestrige Kolumne „Konvertiert zum Terrorismus" tauchte in das Problem der Konvertiten zum Islam ein, die sich am Terror beteiligen. Mangelnder Platz begrenzte die Information, die ich bieten konnte, als füge ich hier auf dreierlei Weise mehr an: (1) liefere ich Namen von Konvertiten, die verdächtigt des Terrorismus verdächtig sind, deswegen verhaftet oder angeklagt, deren Prozess aber noch nicht angefangen oder die noch nicht verurteilt sind; (2) gebe ich einen Überblick über die nicht terroristischen Jihadis; und (3) fasse ich einen französischen Geheimdienstbericht über Konvertiten zum Islam zusammen.

(1) Die gestrige Liste umfasste Konvertiten, die entweder Terror ausgeübt oder deswegen verurteilt wurden. Das lässt viele andere Konvertiten übrig, die bisher keine der beiden Stufen erreicht haben, darunter:

Zusätzlich war Charles J. Bishop (ursprünglicher Nachname: Bishara) ein Teenager, der sein Kleinflugzeug in ein Hochhaus in Tampa flog, nachdem er eine Selbstmord-Nachricht schrieb, in der er seine Bewunderung für Osama bin Laden und die Flugzeugentführer vom 11. September vorgab. Es steht allerdings nicht fest, dass Bishop zum Islam übertrat.

(2) Viele Konvertiten beteiligen sich am Jihad in Ländern wie Afghanistan, Bosnien, Tschetschenien und dem Kaschmir, wobei sie im Allgemeinen mehr wie Soldaten agieren als wie Terroristen. (Im Gegensatz dazu sind diejenigen, die in den Irak oder die palästinensischen Autonomie gehen, pure Terroristen.) Nach Bob Blitzer, der 1994 die erste Einheit für islamischen Terrorismus leitete, „verließen während der 1990-er Jahre zwischen 1.000 und 2.000 Jihadisten Amerika." Einige davon waren Konvertiten.

Zu den bekannteren Amerikanern, auf die diese Beschreibung passt, gehören John Walker Lindh, verurteilt zu zwanzig Jahren wegen Unterstützungsleistungen und Waffentransport für die Taliban; Earnest James Ujaama, verurteilt zu zwei Jahren wegen Verschwörung zur Versorgung der und Dienstleistungen für die Taliban; mehrere Mitglieder der „Portland Seven" (Jeffrey Leon Battle, Patrice Lumumba Ford, October Lewis), die bis zu achtzehn Jahren erhielten, weil sie versuchten den Taliban zu helfen; und Aukai Collins schrieb „My Jihad", ein Memoiren-Buch. Zu weiteren Jihad-Soldaten gehören Hiram Torres, der in Afghanistan umkam; Cleven Raphael Holt, der nach Bosnien ging um dort zu kämpfen; und ein mysteriöser junger, schwarzer Konvertit aus Atlanta, der als Jibreel al-Amreekee bekannt war, wurde getötet, als er im Kaschmir gegen die indische Armee kämpfte. Konvertiten anderer Nationalitäten schlossen sich ebenfalls dem Jihad an, so Thomas Fischer aus Deutschland, der bei Kämpfen in Tschetschenien starb.

(3) Kurz nach den Londoner Bomben vom Juli 2005 berichtete „Le Monde" von einer Studie des Geheimdienstes Renseignements généraux (RG) in „Les conversion à l'islam inquietènt la police Française" (Französische Polizei besorgt über Übertritte zum radikalen Islam) über Konvertiten. Sie warf einen Blick auf die 1.610 französischen Konvertiten und fand keine typischen Profile für die Konvertiten. Andererseits sind ein Drittel von ihnen bei der Polizei aktenkundig und 10 Prozent von ihnen konvertierten im Gefängnis. Die Konvertiten sind zu 83 Prozent männlich und haben ein mittleres Alter von 32 Jahren. Die RG-Studie stellt fest, dass fast 13 Prozent „aus sozioökonomischen Gründen" übertrat, oft um ihre wirtschaftlichen Beziehungen zur muslimischen Gemeinde zu verbessern; nichtsdestotrotz sind mehr als die Hälfte von ihnen arbeitslos. Tabligh Jamaat und Wahhabis brachten jeweils 28 bzw. 23 Prozent der Franzosen zum Übertritt zum Islam, 44 Prozent der Konvertiten sind Islamisten und bei drei Prozent besteht der Verdacht, dass sie „einer gewalttätigen islamistischen Bewegung angehören oder sich dorthin gezogen fühlen".

Als Schlussfolgerung wiederhole ich meinen gestrigen Befund: Übertritt zum Islam erhöht substanziell die Wahrscheinlichkeit der Beteiligung dieser Person am Terrorismus.

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